Als einer der ersten Deutschen Nachkriegsbildhauer in den USA |
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Der Bildhauer und Maler SEFF WEIDL, eine der kulturellen
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„Seff Weidls Frühwerke muten archaisch paläolitisch an, wandeln sich in den 50iger Jahren zur strengen, architektonisch reduzierten, spannungsvollen Figürlichkeit. Das Anliegen des Künstlers, der anfangs mit Plastiken erfüllt von erdhaft erotischer Ausstrahlung, Aufsehen erregte, in den folgenden Jahren jedoch eine Vergeistigung errang, die auch die übersinnliche Transparenz der Dinge erschloss, galt der immerwährenden Auseinandersetzung mit dem Phänomen Mensch als Wesen und Gestalt. Von der Entdeckung des Weibes in der Urform bauchiger Gefäße, die an vorgeschichtliche Höhlenzeichnungen erinnern, spannt sich der Bogen des Erlebten und Formens bis zum gotisch gestreckten Bildwerk und zu rhythmisch bewegten, architektonisch gegliederten Körpern, die untereinander und zum Raum in vielfältig abgewandelter Beziehung stehen.Weidl erkannte die Relation der Plastik zur Architektur,
die Harmonie zweier Kunsttechniken, die eine ideale Ergänzung eingehen können.
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Während den Plastiken etwas Schweres, Erdhaftes anhaftet, sind seine Zeichnungen in abstra-hierender Art Gebilde von zarter Beschwingtheit, von graziöser Eleganz. Gerade Weidl ist ein Beweis dafür, dass ein guter Bildhauer ein vorzüglicher Zeichner sein muss – und das war Weidl auf exzellente Weise. |
(…) Dr. E. F Sommer schrieb anlässlich einer Ausstellung in San Francisco (1971): Seine plastischen Werke
füllen in unseren Industriestädten die gähnende Leere der betonierten Straßenschluchten aus und verwandeln
die Bauflächen in eine humanere Umwelt.“
(vgl. Nachruf Seff Weidl von Rudolf Hemmerle, Archiv Peter Weidl)
„(…) Mit Recht stellte Dr. Kumpert am Grabe Weidls fest, dass es wohl nur ganz wenigen Bildhauern und Grafikern vergönnt ist, in Ausstellungen, Museen, Galerien und Kunstzentren aller Kontinente vertreten zu sein.“
(vgl. Nachruf Seff Weidl von Rudolf Hemmerle, Archiv Peter Weidl)
Ausstellungen in bedeutenden Galerien seiner Zeit reihen sich aneinander.
So fanden Einzelausstellungen unter anderem in New York (z.B. Kleeman Galleries, Gallery Leonhard Hutten),
Detroit, Beverly Hills, Los Angeles, San Francisco (z.B. Pomercy Galleries), Dallas, Fort Worth, Paris (z.B. Galerie Art du Monde), Biaritz, Linz, Basel, München (z.B. in den Galerien Christoph Dürr, Wolfgang Gurlitt und Karin Hielscher), Düsseldorf (z.B. Galerie Alex Vömel), Hamburg (z.B. Galerie Commeter), Köln, Frankfurt, Stuttgart (z.B. Galerie Günther Galetzki), Regensburg (heutiges Kunstforum Ostdeutsche Galerie), Braunschweig, Bielefeld, Marl, u.v.m statt.
Bei Gruppenausstellungen war er vertreten in:
USA (New York und Chicago), Chile, Brasilien, Südafrika, Australien, Indien, Monaco (Monte Carlo), Deutschland (Bildhauer Bienale Antwerpen und Rotterdam, Bundesgartenschau Essen und in vielen weiteren Städten)
Auch sind seine Großplastiken, Mosaiken und Glasfenster in mehr als 30 Städten weltweit bis heute vertreten. Beispielsweise findet sich die SANCTY OF CONTRACT mit sieben Metern Höhe vor der Stuart Title Company in Dallas/Texas, die überlebensgroße abstrakte SITZENDE FIGUR im Privathaus K. Grunebaum in New York, die vier Meter hohe MATER COLONIA am Neuen Rathaus in Köln, die RUHENDE vor dem Hallenbad in Regensburg, acht abstrakte Glasfensterkompositionen in der Universität Bonn, die EINIGKEIT mit sechs Metern Höhe in der
Neuen Vahr in Bremen, der BAUHERR mit vier Metern Höhe am Verwaltungshochaus „Neue Heimat“ in Hamburg, der drei Meter hohe PHILOSOPH im Neuen Gymnasiums in Straubing, das drei Meter lange WISENT im Siemenssportpark in München, der SONNENGOTT mit drei Metern Länge am Schrobenhausener Platz in München, um nur einige zu benennen.
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![]() Bild oben: Sohn Peter Weidl vor der SANKTY OF CONTRACT; Dallas/Texas auf den Treppen der Stuart Title Company Bild links: Seff Weidl neben der SANKTY OF CONTRACT; Dallas/Texas, kurz vor ihrer Fertigstellung |
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Weitere Skulpturen finden sich an öffentlichen Plätzen oder im Privatbesitz in Dallas/Texas, Detroit/ Michigan, City
of New York / New York, Monrovia / Liberia, Arosa/Schweiz, München / Deutschland (mit mehr als zehn öffentlichen Kunstwerken) sowie weiteren deutschen Städten wie Regensburg (mit zwei öffentlichen Arbeiten), Berlin, Bonn, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Friedrichshafen, Hannover, Hamburg (mit insgesamt sieben öffentlichen Werken), Gelsenkirchen, Karlsruhe, Köln, Lübeck, Marl, Neumünster, Nürnberg, Straubing, Stuttgart, Westerland auf Sylt, Wuppertal, u.a.
Auch standen und stehen zahlreiche seiner Werke zum großen Teil heute noch in bedeutenden Sammlungen, Museen und Galerien im In- und Ausland:
Ausland:
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Inland:
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| Bild: Peter von Siemens (links) mit Seff Weidl (rechts) | Bild: Einweihung der Skulptur BEGEGNUNG im Siemens Gerätewerk, Regensburg |
Seff Weidl war Künstler mit Leib und Seele und hat in den nur 25 Jahren seines Wirkens von seinem Neubeginn
im Tegernseer Tal bis zu seinem Tod ein wahres Mammut-Werk geschaffen.
In der Zeit von 1950 bis 1972 gilt Seff Weidl als der „am meisten beschäftigte Bildhauer der Bundesrepublik“.
(Zeitung Mittelbayrische online: http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/stadtteile/ostenviertel/
fast-ein-skandal-vorm-cafe-zuechtig-21354-art1246397.html; Helmut Wanner; Stand 24.06.2015 )
So verwundert es nicht, dass Persönlichkeiten seiner Zeit aus Politik, Wirtschaft und Kultur, im Hause Weidl in Kreuth, später in München-Harlaching Fasanenpark ein- und ausgingen, u.a. Wirtschaftsminister Ludwig Erhard,
Krupp-Manager Berthold Beitz, Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG Peter von Siemens, Unternehmer und
Kunstsammler Prof. Kurt Herberts, Architekten wie Sepp Ruf oder Godehard Schwethelm, der Städtebauer Ernst
May, die Kunstsammlerin, Galeristin und Malerin Hanna Bekker vom Rath und Schauspieler wie Hardy Krüger und
die Schauspielerin Margot Hielscher oder Schriftsteller Alexander Spoerl, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.
Um Seff Weidl herum bildete sich ein große „Fangemeinde“ und sein Atelier wurde zu einer Art „Mekka der Kunst-
und Kulturaktiven und Kunstinteressierten“ der Nachkriegszeit. Auch musikalische Größen waren oft gesehen.
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Was machte da etwa ein Benny Goodman, wenn er auf Tournee in Deutschland war? Gemeinsames Fischen mit dem Künstler Seff Weidl in der Weissach und speisen with his german friend in Seff´s Atelier zwischen inspirierenden Skulpturen und mit neuen Klarinettenklängen. Zurück über den großen Teich lag dann immer eine neue Seff Weidl-Skulptur im Reisekoffer. Bild links: Benny Goodman mit Rita und Seff Weidl |
In seinem Nachruf schrieb der Schriftsteller und Historiker Rudolf Hemmerle 1972:
„Seff Weidl steht heute im Weltklassement in der Gruppe der Allerersten. Er wird mit Künstlern wie Archipenko, Arp, Marini, Henry Moore, Picasso in einer Reihe genannt und sein viel zu früher Tod riß eine Lücke in die internationale Kunstwelt, die so leicht nicht zu schließen ist. Seff Weidls künstlerisches Werk ist nicht verwechselbar. Ein großer Sohn unserer Heimatstadt Eger ist von uns gegangen. Seiner großen Leistung für seine Egerländer Heimat, der er stets aufs tiefste verbunden war, zu gedenken ist unsere Pflicht.“
(vgl. Nachruf Seff Weidl von Rudolf Hemmerle, Archiv Peter Weidl)
Aus diesem Anlass organisieren sein Sohn Peter Weidl, Bildhauer, Maler und Grafiker,
zusammen mit dem Galeristen Christoph Dürr eine Gedächtnisausstellung zu Ehren
des 100. Geburtstages von Seff Weidl.
Die Ausstellung mit Skulpturen, Zeichnungen und Radierungen des Künstlers ist
vom 30. Juni 2015 - 31. Juli 2015 in der renommierten Galerie Christoph Dürr zu sehen.
Die Vernissage findet am 30. Juni 2015 um 19:00 Uhr statt.
Galerie Christoph Dürr Öffnungszeiten: |
Weiter Informationen zu Seff Weidl erhalten Sie über seinen Sohn Peter Weidl Atelier Peter Weidl Wolkertsham 5 84384 Wittibreut Telefon: 08574-406 Telefax: 08574-91113 Mail: atelier-weidl@gmx.de http://www.peter-weidl.de |
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